Gesunde Ernährung für Hunde

Gesunde Ernährung für Hunde: Informatives zu Inhaltsstoffen, Unverträglichkeiten und mehr

Anders als viele annehmen, reicht es nicht Hunde mit Essensresten zu füttern. Ihr Bedarf an Mineralstoffen, Vitaminen und Proteinen ist so individuell, dass das Futter möglichst optimal darauf abgestimmt werden muss. Wenn auch ihr eurem Hund ein langes und vitales Leben ermöglichen wollt, können euch die von mir arrangierten Tipps zu Inhaltsstoffen, Diäten und Nahrungsmittelunverträglichkeiten die Erstellung eines Speiseplans erleichtern.

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Übergewicht und Unverträglichkeiten

Viele Hunde leiden bereits heute unter Unverträglichkeiten und Übergewicht. Während Übergewicht in den meisten Fällen von Bewegungsmangel und einem Übermaß an Futter ausgelöst wird, kommen Unverträglichkeiten oft aufgrund von minderwertigem Futter vor. Beispielsweise können billige Füllstoffe wie Mais und künstliche Zusatzstoffe schuld an Verdauungsproblemen sein. Unverträglichkeiten können neben Durchfall und Erbrechen beim Hund jedoch auch zu Fellproblemen und eingeschränkter Vitalität führen. Wenn ihr derartige Beobachtungen bei euren Tieren macht, besteht Handlungsbedarf. Eine Umstellung des Futters ist in vielen Fällen unerlässlich. Mit Hilfe des konsequenten Verzichts auf bestimmte Bestandteile lässt sich nach und nach ermitteln, welche Stoffe die gesundheitlichen Beschwerden auslösen.

Bei Übergewicht sind teilweise strenge Diäten erforderlich, um ein gesundes Gewicht zu erreichen. Welche Futtermenge für euer Liebling ideal ist, könnt ihr mit dem behandelnden Tierarzt klären. Die Menge hängt von diversen Faktoren wie Rasse, Körpergröße, Bewegungsdrang und Alter ab. Sollte euer Hund unter Unverträglichkeiten oder Übergewicht leiden, hat z.B. Futterhaus zu den verschiedenen Bedürfnissen passende Nahrung und weiterführende Tipps zu bieten. Auf der Internetseite wurden beispielsweise Begriffe wie Rohasche erklärt und die Bedeutung einer altersgerechten Hundeernährung thematisiert.

Unerwünschte Zusatzstoffe

Wie bei Lebensmitteln für uns Menschen, mischt die Industrie leider auch bei Hundefutter einige unerwünschte Inhaltsstoffe bei. Neben Zucker, künstlichen Aromastoffen, Geschmacksverstärkern und Konservierungsmitteln sollte auch auf Mais, Soja und Weizen möglichst verzichtet werden. Ein zu hoher Getreideanteil ist nicht förderlich für die Gesundheit eures Hundes. Vielmehr geht es den Herstellern darum mit Hilfe eines günstigen Füllstoffs Geld zu sparen. Teuer verkauft werden die Produkte dennoch. Verzichtet auf Futter, dass Zucker, künstliche Zusatzstoffe oder zu viel Getreide enthält. Eure Hunde danken es euch.

Fleisch: Die wichtigste Energie-Quelle des Hundes

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Schaut man sich einmal an, wie sich wilde Hunde und ihre Vorfahren die Wölfe ernähren, wird schnell deutlich, dass Fleisch zum wichtigsten Bestandteil ihrer Ernährung gehört. Das tierische Eiweiß, das Hunde aus dem Fleisch gewinnen, ist die wichtigste Energiequelle. Müssen sie komplett ohne Fleisch auskommen, geht das zu Lasten ihrer Gesundheit. Rund 70 Prozent des Futterbedarfs sollten mit Fleisch gedeckt werden. Folgende drei Fleischsorten gelten als besonders gut verträglich:

  1. Huhn
  2. Truthahn
  3. Lamm

Empfindliche Hunde profitieren davon, wenn man sich auf eine Fleischsorte konzentriert. Das Mischen von mehreren Sorten vertragen einige Tiere nicht so gut. Darüber hinaus sollte regelmäßig Fisch verfüttert werden, da dieser wertvolle Omega-3-Fettsäuren enthält.

30 % Pflanzenteile

Die gesunde Ernährung für Hunde ist ausschließlich mit Fleisch allerdings längst nicht gegeben. Pflanzliche Bestandteile, und damit sind sowohl Obst und Gemüse als auch Kräuter gemeint, müssen gleichermaßen täglich bereitgestellt werden. Hier einige Beispiele, die sich ideal für Hunde eignen und in der Regel gut verdaut werden:

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  • Bananen
  • Äpfel (ohne Kerne!)
  • Zucchini
  • Karotten
  • Kartoffeln (nur gekocht, weil rohe
    Kartoffeln für Hunde giftig sind!)
  • Blätter vom Löwenzahn
  • Petersilie

Werden Fleisch, Gemüse, Obst und Kräuter in einem sinnvollen Mix angeboten, sind Hunde optimal mit Vitaminen, Spurenelementen und Mineralstoffen versorgt. Die Immunabwehr wird gestärkt und der Stoffwechsel angeregt. Hunde mit der idealen Ernährung sind fitter, leben länger und erleiden seltener Alterskrankheiten wie Gelenks- und Knochenbeschwerden.

Tipp: Beim Lesen der Auflistung der Inhaltsstoffe auf Hundefutter, sollte Fleisch, wenn möglich an erster Stelle stehen. Denn die Futterbestandteile werden immer in der Reihenfolge aufgeführt, in dessen Menge sie vertreten sind. Inhaltsstoffe mit dem höchsten Anteil kommen zu erst. Direkt hinter Fleisch sollten die pflanzlichen Bestandteile aufgeführt sein.

Tipps zum Selberkochen

Wer Hundefutter selbst kocht, weiß zwar was drin ist, muss aber auch ganz genau darauf achten, dass das Tier alle nötigen Nährstoffe zu sich nimmt. Schnell kommt es zu einem Defizit an Mineralstoffen oder Vitaminen, die zwar kurzfristig keine Probleme verursachen, langfristig aber immense Folgen haben können. Unter anderem müssen hochwertige Öle unter Fleisch, Gemüse usw. gemischt werden, damit bestimmte Vitalstoffe überhaupt vom Organismus aufgenommen werden. Welche Öle sich zum Beimengen besonders gut eignen, könnt ihr in diesem verlinkten Ratgeber nachlesen.

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In Bezug auf pflanzliche Bestandteile müsst ihr wissen, dass ihr diese immer garen und pürieren solltet. Da Hunde nicht über das Enzym verfügen, das in der Lage ist die Zellwände von Zucchini, Karotten und allen anderen Pflanzen zu zerstören, würde das Füttern von rohen Zutaten den Hunden nichts bringen. Sie scheiden diese unverdaut wieder aus, ohne die Nährstoffe aufzunehmen.

Beispiele für Rezepte zum Selberkochen für Hunde habe ich hier vorgestellt. Was ihr Hunden keinesfalls zum Fressen geben dürft, wurde im Onlinemagazin von Partner Hund aufgeführt.

Quelle Bilder unter www.pixabay.com: bykst, estefania17, cocoparisienne, saponifier

2 Gedanken zu „Gesunde Ernährung für Hunde

  1. Sehr interessanter Artikel. Hoffe Sie veröffentlichen in regelmäßigen Abständen solche Artikel dann haben Sie eine Stammleserin gewonnen.Vielen Dank für die tollen Informationen.

    Gruß Sandra

  2. Pingback: Sinn und Zweck vom Maulkorb beim Hund

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